Wie funktioniert eine Dachbegrünung auf Schrägdächern?
Die Begrünung eines Schrägdachs ist technisch anspruchsvoller als bei einem Flachdach, aber mit den richtigen Systemen und einer sorgfältigen Planung problemlos machbar. Der Hauptunterschied: Auf geneigten Flächen wirken stärkere Schub- und Rutschkräfte, die den gesamten Gründachaufbau ins Rutschen bringen könnten. Deshalb sind spezielle Sicherungssysteme und ein durchdachter Schichtaufbau notwendig.
Ein Schrägdach mit einer Neigung bis etwa 10° kann im Prinzip wie ein Flachdach begrünt werden. Der Aufbau erfolgt in den gleichen Schichten – von der Speicherschutzmatte über die Drainage bis hin zum Substrat und der Vegetation. In diesem Neigungsbereich sind in der Regel keine zusätzlichen Schubsicherungen notwendig, da das System stabil liegt und das Wasser kontrolliert abfließen kann
Ein Schrägdach wird in der Regel ab einer Neigung von etwa 10° als geneigt betrachtet. Ab dieser Neigung unterscheidet sich der Aufbau deutlich vom Flachdach. Die wichtigsten Herausforderungen sind:
Schubkräfte: Durch die Neigung entstehen Kräfte, die das Substrat und die Vegetation nach unten schieben.
• Schubschwellen sind quer zur Dachneigung verlaufende Elemente aus Kunststoff oder Metall. Sie werden entweder auf oder in die Dachkonstruktion eingebaut und nehmen die Schubkräfte auf, die durch das Gewicht des Gründachaufbaus entstehen. Die Schwellen werden in regelmäßigen Abständen (je nach Neigung und System meist alle 5–10 Meter) angeordnet und mit Substrat überdeckt. Sie sind besonders bei Neigungen von 10–25° Standard
• Schubsicherungsplatten, Kunststoffplatten mit Verzahnung im Substrat verhindern das Abrutschen der Begrünung und leiten die Schubkräfte gleichmäßig zur Traufe ab. Sie sind schnell zu verlegen und eignen sich für Dächer bis ca. 30°.
Erosionsgefahr: Regenwasser fließt schneller ab, was zu Erosion führen kann.
• Erosionsschutzgewebe: Grobmaschige Matten aus Jute oder Kunststoff werden zwischen Substrat und Vegetation eingebracht.
• Dichte Bepflanzung: Je steiler das Dach, desto dichter sollte gepflanzt werden (bis zu 34 Pflanzen/m² bei 30° Neigung).
• Vorkultivierte Vegetationsmatten: Sie bieten sofortigen Erosionsschutz und sind besonders für steile Dächer geeignet.
Wasserversorgung: Dachneigung. Durch die stärkere Sonneneinstrahlung und den schnelleren Wasserabfluss trocknet das Substrat schneller aus.
• Zusatzbewässerung: Auf Schrägdächern trocknet das Substrat schneller aus. Eine automatische Bewässerung ist ab ca. 25° Neigung empfehlenswert, vor allem bei südlicher Ausrichtung oder in Trockenperioden.
Statik: Das Dach muss das zusätzliche Gewicht des Gründachs auch im wassergesättigten Zustand und bei Schneelast sicher tragen können.
• Eigengewicht: Extensivbegrünung: 60–150 kg/m²
Die Lösung: Ein mehrschichtiger Aufbau mit speziellen Schubsicherungen, Erosionsschutz und einer auf die Dachneigung abgestimmten Pflanzenauswahl.
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